Netzbilanzierung/Bilanzkreismanagement Verteilnetzbetreiberbetrifft Verteilnetzbetreiber, Bilankreisverantwortliche Der Verteilnetzbetreiber hat monatlich alle Energiemengen in seinem Netz-/Bilanzierungsgebiet vollständig auszubilanzieren. Dazu bildet er zeitreihentypenscharfe Aggregationen und differenziert nach jedem zugeordneten Bilanzkreis und für jedes seiner Bilanzierungsgebiete. Dabei werden einfache Mechanismen wie Gruppenbildung und Gruppensummenberechnung eingesetzt. Voraussetzung dafür ist ein definiertes Vertragsmodell, das die Zusammenhänge zwischen den beteiligten Marktpartnern abbildet. Diese Prinzipien finden sowohl bei der Bilanzierung der Medienart Strom als auch beim Gas Anwendung. Fristen und spezielle Umsetzungsvorschriften, die sich aus den im deutschen Markt vorgeschriebenen „Marktregeln für die Bilanzkreisabrechnung Strom“ und GABi Gas ergeben, finden ihre vollumfängliche Berücksichtigung. So kann der Anwender alle erforderlichen Schritte im Rahmen der Bilanzierung durchführen, beginnend bei dem „Datensammeln“ aus der Zählerfernauslesung oder anderen vorgelagerten Systemen über die Berechnung bis hin zum Versand der Daten an die jeweiligen anderen Marktpartner. Er wird dabei durch einen höchstmöglichen Grad an Automatisierung unterstützt. Bilanzkreismanagement Bilanzkreisverantwortlicherbetrifft Bilankreisverantwortliche Der Bilanzkreisverantwortliche nimmt die durch den Verteilnetzbetreiber aggregierten Mengen in Empfang, um diese zu prüfen. Dazu baut er in seinem Energiedatenmanagement-System ein zum Verteilnetzbetreiber analoges Stammdatenmodell auf. Damit kann eine nahezu identische Schattenbilanzierung durchgeführt werden. Falls es aus seiner Sicht Korrekturbedarf gibt, versetzt dies ihn so in die Lage, in Clearing-Prozess einzutreten. Dabei wird er ebenfalls durch Automatismen wie Workflows und Jobs unterstützt. Bilanzkreismanagement Lieferantbetrifft Handel/Beschaffung, Bilankreisverantwortliche Die Abbildung der Marktstrukturen anhand von Verträgen lässt auch für den Lieferanten eine Schattenbilanzierung zu. Diese führt er anhand der durch den Verteilnetzbetreiber gelieferten Daten durch. Somit erhält er die Möglichkeit, die mitgeteilten Summen nachzuvollziehen und gegebenenfalls in einen Clearing-Prozess einzutreten. Die durch den Verteilnetzbetreiber übermittelten Mehr-/Mindermengen können außerdem vor der Abrechnung überprüft werden. Dabei wird die Berechnung der Händlersummen simuliert und mit den importierten Mengen verglichen. Hierbei spielen die vertraglichen Beziehungen zwischen den beteiligten Marktteilnehmern die zentrale Rolle. Auch Beistellungen können problemlos im System verwaltet werden. Die Verträge wiederum werden einander zeitlich befristet zugeordnet, so dass jederzeit der Zeitraum der Beistellung im System erkennbar ist. Quelle: Robotron Datenbank-Software GmbH, www.robotron-energie.de |